just because it is doesn’t mean it should be
FEIND? FREUND.
September 3, 2008irgendwo gelesen:
Unsere Freunde müssen all das erdulden, was wir unseren Feinden antun möchten.
Klingt auf den ersten Blick sehr fragwürdig. Bei genauerem Nachdenken konnte ich dann aber ein Fünkchen Wahrheit in dieser Aussage ausmachen. Ist es denn nicht so, dass wir, wenn wir von jemandem verärgert wurden, oftmals unseren Frust bei unseren Freunden ablassen?
Jemand beleidigt uns. Jemand tritt uns zu nahe. Jemand verletzt uns. Wir sind verärgert und getrauen uns vielleicht nicht, dieser Person das auch gleich zu sagen. Stattdessen unterdrücken wir unsere Gefühle und versuchen uns bloss nichts anmerken zu lassen.
Irgendwann, wenn wir dann in aller Ruhe zu Hause sitzen, kommt alles wieder hoch. Wir verspüren das Bedürfnis, mit jemandem darüber zu sprechen, was vorgefallen ist, was unser Herz bedrückt und dafür sind unsere Freunde natürlich jederzeit an Ort und Stelle. Wenn wir dann von unseren Sorgen erzählen, kommen all die bösen Gefühle wieder hoch. Wir sind erregt, verrärgert, lassen den ganzen Frust am armen Zuhörer aus, der uns bloss helfen will.
THANKS FOR THE MEMORIES
August 5, 2008Cecelia Ahern
„… when you’re in trouble you look harder for answers than those who aren’t, and it’s those answers that help you through. …“
„… usually, answers present themselves. They are not hidden under rocks or camouflaged among trees. Answers are right there, in front of our eyes. But if you haven’t cause to look, then of course you will probably never find them. …“
TAGESWEISHEIT
Juli 11, 2008Das Geschenk des Lebens lernt man erst viel zu spät
richtig zu schätzen.
Zitat
März 16, 2008Heute gelesen:
hieme et aestate, et prope et procul, usque dum vivam et ultra
im Winter und im Sommer und nah und fern, solange ich lebe und darüber hinaus
Irgendwie gefällt mir diese Aussage. Vielleicht, weil man sie auf verschiedene Bereiche anwenden kann, vielleicht, weil sie auf die Ewigkeit Bezug nimmt. Ich weiss es nicht, muss es auch nicht wissen. Hier nur einmal zwei
Ansätze:
Wissenschaft
Wenn ich die Wahrheit erkannt habe, die Welt damit verändern will und sie verbreite, dann besteht sie. Sie ist da, wartet darauf, aufgenommen und anerkannt zu werden. Ob ich jetzt sterbe und sie nicht mehr weiter verkünden kann, spielt dabei keine Rolle. Die Wahrheit ist da und sie lebt weiter – ob mit mir oder oder nicht.
Liebe
Die Liebe, die ich (oder jeder andere Mensch) den Mitmenschen entgegenbringe, was ich ihnen oder sie mir bedeuten, geht über jede räumliche und zeitliche Distanz hinaus. Wenn ich sterbe, werde ich, falls ich geliebt habe und geliebt wurde, leere Plätze in den Herzen meiner Liebsten hinterlassen. Dort werde ich immer weiterleben – in der Erinnerung.
Gerechtigkeit
März 6, 2008In der Jugend meinen wir, das Geringste, was die Menschen uns gewähren können, sei Gerechtigkeit. Im Alter erfahren wir, dass es das Höchste ist.
Ebner-Eschenbach
Manchmal frage ich mich wirklich, ob die Welt, das Leben, unser ganzes Dasein gerecht ist. Wieso wird die eine Seele (wenn man Körper und Seele als zwei voneinander unabhängige Dinge betrachtet) in der Gestalt eines Menschen aus der Dritten Welt geboren, der sein ganzes Leben lang in Armut verbringen wird, wohingegen die andere Seele als Mensch der industrialisierten Welt geboren wird, der über Aufstiegschancen verfügt oder gar einer Familie angehört, in deren Besitz sich eine Grossfirma besitzt, die an ihn weitervererbt werden wird.
Wieso sind die einen Menschen scheinbar problemlos mit Liebe gesegnet, während andere lange danach suchen müssen? Wieso werden gewisse Personen andauernd verletzt, während andere ein Leben auf der Sonnenseite zu führen scheinen?
Dafür gibt es wohl verschiedene Erklärungsmöglichkeiten. Unter Umständen betrachten wir die Menschen der Dritten Welt oder wen auch immer als benachteiligt, obwohl sie im Grunde ein glücklicheres Leben führen, als wir es tun, da sie nämlich mit dem, was sie haben, zufrieden sind und darin sogar ihr Glück finden.
Jene, die an Wiedergeburt glauben, könnten unser derzeitiges Leben auch als Strafe für ein vorhergegangenes Sein betrachten. Falls wir im letzten Leben gesündigt haben, könnten wir vielleicht jetzt dafür bestraft werden?
my own quotation
Januar 29, 2008Diesmal habe ich mir einmal mehr selbst eine Tagesweisheit einfallen lassen, nachdem ich mir über den Begriff der Freundschaft einige Gedanken gemacht habe:
Freunde hat nur, wer selbst ein Freund zu sein vermag.
the turtle’s way
Januar 9, 2008conversation
November 29, 2007Wir haben alle Ursache, wir jungen Menschen, wenn uns vor etwas auf der Welt grausen muss, so davor: dass es etwas gibt wie Konversation: Worte, die alles Wirkliche verflachen und im Geschwätz beruhigen.
Aus: Der Schwierige von Hugo von Hoffmannsthal
Schon Arthur Schnitzler äusserte sich kritisch gegenüber der Konversation, da er der Auffassung wär, der Dialog würde nur zu Missverständnissen führen und Kommunikation sei gar nicht möglich, weil, was ich sage niemals so vom Gegenüber verstanden werden würde, wie es ursprünglich gemeint war. Ist das Gespräch wirklich so überflüssig und Kommunikation so unmöglich? Der Gedanke ist bestimmt äusserst interessant und weiterer Überlegungen wert.
Verfasst von philopanterin
Verfasst von philopanterin
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