Lege ich mich im Garten ins Gras um zu lesen, dauert es meistens nicht allzu lange, bis ich Gesellschaft bekomme.Es ist immer die gleiche Gesellschaft, das gleiche Wesen, das sich liebevoll neben mich ins Gras legt, zärtlich an mich schmiegt und genüsslich schnurrt. Wenn ich mich nicht um sie kümmere, macht sie sich lautstark bemerkbar.
*miau* -keine Reaktion- *miiiiaaaauuuu*
Es gibt nicht viele Freunde, die mir über so viele Jahre treu waren wie sie. Ich bin mir nicht sicher, ob Mensch-Tier-Beziehungen so gut funktionieren mögen, weil unsere Haustiere in gewissem Masse von uns abhängig sind oder ob es daran liegt, dass sie uns -ohne Worte- einfach nur zeigen, was sie fühlen. Kein Hund würde sein Herrchen tadeln, wenn es mal wieder zu spät nach Hause kommt. Keine Katze meidet ihr Frauchen, weil sie mal wieder vergessen hat, den Müll rauszutragen.
Schenke ich meiner Katze Zärtlichkeit, bedankt sie sich mit einem ruhigen, gleichmässigen Schnurren. Ich brauche sie nicht zu fragen, was sie mag – sie zeigt es mir. Sie geniesst meine Gesellschaft, sucht sie regelrecht. Widme ich mich meinen Büchern, ist sie eifersüchtig und bemüht sich umso mehr.

Sie räkelt sich genüsslich auf meinem Bett, streckt alle vier Beinchen von sich weg. Manchmal liegt sie langgestreckt, manchmal kuschelt sie sich zu einem kleinen Kringel zusammen. Aber immer freut sie sich über allfällige Streicheleinheiten, schnurrt, räkelt sich und stösst sich mit ihren samtenen Pfötchen ab.
Was sie wohl empfinden mag, während sie sich genüsslich liebkosen lässt?
Verfasst von philopanterin
Verfasst von philopanterin
Nur ein leises „gurk“ von Zeit zu Zeit erinnert an ihre Anwesenheit. Sie schläft tief und fest und scheint zu träumen. Zufrieden seufzt sie im Schlaf immer wieder, gefolgt vom typischen „gurk“. Irgendwann raschelt es – sie ist aufgewacht. Mit weit geöffnetem Mund gähnt sie genüsslich, streckt den langen, schmalen Körper so lang wie nur möglich, streckt dann auch die Füsschen ganz aus, sodass sie sich nur noch auf den Ärmchen vorwärts zieht. Meistens juckt es dann auch gleich noch, also wird rasch gekratzt. Nun geht es entweder in Richtung Klo, Wassertopf oder auf Erkundungstour. Ein gemütliches Schritttempo ist nicht angebracht. Wenn sie sich durchs Zimmer bewegt, muss es schon Joggingtempo sein. Mein kleines Frettchen könnte ja etwas verpassen!
Verfasst von philopanterin 


