Rezept zum Glücklichsein
In guten Zeiten machst du mich zum glücklichsten Menschen auf dieser wunderschönen Welt.
In schlechten Zeiten denke ich daran zurück, wie und warum ich dich lieben lernte – und bald werden bessere Zeiten folgen.
Rezept zum Glücklichsein
In guten Zeiten machst du mich zum glücklichsten Menschen auf dieser wunderschönen Welt.
In schlechten Zeiten denke ich daran zurück, wie und warum ich dich lieben lernte – und bald werden bessere Zeiten folgen.
Ich will. Du willst auch. Wir alle wollen.
Hier in der westlichen Welt könnten die meisten Menschen von sich behaupten, reich zu sein. Doch fühlen wir und so? Wir können uns Nahrungsmittel leisten, auf die wir gerade Lust haben. Wir können uns einen neuen Fernseher kaufen, wenn wir den EM-Ball auch vom Sofa aus noch haarscharf erkennen wollen. Wir kaufen uns neue Kleider, um mit der Mode mitziehen zu können, obwohl unser Kleiderschrank eigentlich voll wäre.
Warum wollen wir immer mehr? Immer noch mehr? Wir leben in dem Glauben, solche Dinge könnten uns glücklich machen. Das ist vielleicht kurzfristig sogar der Fall, aber langfristig wird man vielmehr unzufrieden. Man will immer noch mehr, was irgendwann problematisch wird und zur Unzufriedenheit führt.
Ich stehe hier und warte. Du kannst tun und lassen was du willst, du wägst dich immer in der Gewissheit, dass ich weiterhin hier sein werde; immer hier stehen und auf dich warten werde, egal was du tust, egal was du sagst, egal was passiert. Wie ein kleiner, treuer Hund, der immer wieder zu seinem Herrchen zurückkehrt, egal ob dieser das Hündchen schlägt oder einfach nur wie den letzten Abschaum behandelt. Immer kehrt das kleine Ding wieder zurück, nichts hält es davon ab.
Nichts hält mich davon ab, hier auf dich zu warten, alles über mich ergehen zu lassen. Doch was, wenn ich plötzlich nicht mehr hier bin? Was, wenn ich den Kreis durchbreche? Wenn ich nicht einfach immer nur für dich da bin, wenn du gerade Zeit und Lust hast? Was, wenn ich mehr will? Was, wenn es was anderes ist, dass ich suche? Was, wenn ich alles aufgebe, um das endlich zu finden?
Den wahren Wert eines Etwas erkennt man erst, wenn dieses Etwas nicht mehr zu erreichen scheint; wenn man temporär oder für immer darauf verzichten muss.
Eigentlich wusste ich ja schon immer, dass du mir viel bedeutest. Trotzdem musste ich feststellen, dass diese Gefühle weit über meine Vorstellungen hinausgehen. Erst jetzt, da du nicht mehr bei mir bist, wird mir klar, wie viel mir wirklich an dir liegt. Ich liebe dich nicht nur über alles, wie ich bis anhin der Auffassung war, ich kann einfach nicht ohne dich sein! Es gibt so viel, das ich dir gerne sagen möchte, so viel, das ich mit dir gerne erleben würde.
Ich sehne mich nach einem Brief von dir.. Deine schöne, schwungvolle Handschrift lesen zu können und mir dabei vorzustellen, wie du es niedergeschrieben hast. Ich sehne mich nach einem Anruf von dir. Deine sanfte Stimme hören zu können, dabei die Augen zu schliessen und dein Antlitz vor mir zu sehen. Ich sehne mich nach deiner Nähe. Dir zärtlich über die ausdrucksvollen Gesichtszüge streicheln zu können und dabei ganz genau jeden Gesichtszug zu mustern.
Vielleicht lässt die Sehnsucht mit der Zeit nach, aber momentan ist sie nicht zu stoppen.. Keine Minute vergeht, ohne dass ich an dich denke..
Jeden Morgen um halb acht verliess ich meine Wohnung. Ich machte mich zu Fuss auf den Weg zur Arbeit, auf den Weg, der mir immer schwerer fiel. Alles schien so mühsam. Wozu das alles? Wozu rackerte ich mich jeden Tag ab? Damit ich mir vielleicht eines Tages eine grössere Wohnung leisten konnte? Doch selbst eine grössere Wohnung würde mich nicht glücklicher machen, als ich es damals war, wenn ich doch dann dort allein leben würde. Na gut, meine Katze hätte mich bestimmt begleitet, aber leider konnte sie noch nicht sprechen und somit waren die Unterhaltungen zwischen uns recht dürftig.
Etwas Gutes hatte es, wenn ich täglich zur Arbeit lief. Mein Weg, ich gebe zu, dass es eigentlich sogar ein kleiner Umweg war, führte nämlich genau an der einzigen Bushaltestelle unseres Dorfes vorbei. Und dort stand er. Der Grund, der mich jeden Tag den Weg zur Arbeit auf mich nehmen liess. Du. Nur du. Du standest dort, pünktlich wie eine Schweizer Uhr, jeden Morgen, um auf den Bus zu warten, der dich dann zur Uni fuhr. Früher war es das Gymnasium, nun war es die Uni, doch egal welches deine Destination war, immer hast du den gleichen Bus genommen, immer haben wir uns am Morgen kurz getroffen, als sich unsere Wege kreuzten. Irgendwann habe ich angefangen, dich zu grüssen. Wenn du mit deinem langen, schwarzen Haar dort standest, habe ich dich schon von Weitem betrachtet. Lange habe ich gebraucht, um genügend Mut zu finden, ein kurzes „guten Morgen“ hervorzubringen. Schliesslich hatte ich, gerade ich, doch nicht das Recht, ein so perfektes, wunderbares Wesen anzusprechen. Du schienst immer so vollkommen. Wie ein Engel hast du ausgesehen, wenn du geduldig den Bus erwartetest. Besonders im Winter wurde dieser Eindruck noch stärker, noch deutlicher, wenn nämlich der weisse Schnee dein schwarzes Haar noch dunkler, noch strahlender erscheinen liess und deine vollen Lippen noch roter strahlten.
Wir waren beide in diesem Dorf aufgewachsen, schon als Kind bist du mir aufgefallen. Bald kannte ich deinen Namen und erfuhr allerlei über dich, doch wirklich gekannt habe ich dich nie. Du warst in der Schule immer drei Klassen unter mir, bis ich dann eben aus der Schule kam und du irgendwann ans Gymnasium gewechselt hast.
Schon immer wollte ich eine Beziehung zu dir aufbauen, wollte dir näher kommen, dich kennenlernen, da ich schon damals von deinem Anblick fasziniert war. Doch irgendwie schaffte ich es nicht. Ich selbst hatte nicht den Mut, dich anzusprechen und meine Freunde waren nicht deine Freunde. Und da ich auch keine Geschwister habe, schon gar nicht jüngere, die vielleicht noch mit dir in der Klasse hätten sein können, war es nochmals schwieriger. Deine Geschwister waren jünger als du und ich kannte sie noch weniger, als ich dich zu kennen glaubte.
Nun denn, zurück in die Gegenwart. Seit Kurzem waren wir also soweit, dass wir uns jeden Morgen grüssten. Du hast nämlich damals meinen unsicheren Versuch, dich zu grüssen, lächelnd erwidert und es schien mir, als hättest du das schon lange erwartet.
Eines Morgens war alles anders. Als ich dich grüsste, hast du mich nicht lächelnd sondern sehr müssig und mit traurigen Augen zurückgegrüsst und ich wusste sofort, dass etwas nicht stimmte. Leider habe ich aber nicht angehalten, obwohl ich früh dran war, sondern bin einfach weitergegangen. Ich hatte wohl einfach nicht den Mut, dich anzusprechen; nach all den Jahren hatte ich ihn noch immer nicht.
Am nächsten Tag merkte ich sofort, was es gewesen war, dass dich am Tag zuvor so traurig aussehen liess. Du warst nämlich nicht mehr dort, als ich an der Bushaltestelle vorbeiging. Auch am nächsten und übernächsten Tag warst du nicht mehr da. Um genau zu sein, habe ich dich nie wieder dort getroffen. Ich brauchte auch fast eine Woche, um überhaupt genau herauszufinden, was denn nun geschehen war. Wie mir dann ein Bekannter erklärte, bist du mit deiner Familie umgezogen. Jetzt lebt ihr irgendwo in der Nähe deiner Uni oder zumindest näher davon, als ihr zuvor gelebt habt. Und ich habe in all den Jahren nie die Gelegenheit ergriffen, dich anzusprechen. Nie hatte ich den Mut dazu und nun war es zu spät.
wie eine Wucht
trifft mich die Sehnsucht
die Sucht nach dir
nach einem Wir
hätte niemals gedacht,
dass ich je wieder so lacht‘
all meine Sorgen und Qualen
die schlimmen Tage, ja, die kahlen
all das hast du von mir genommen
in Gegenzug auch noch mein Herz gewonnen
jede Minute ohne dich schmerzt mich
geh nie wieder von mir – ich liebe dich!
Eigentlich bin ich noch nie gern zur Schule gegangen. Ich mache es eben, weil es sich so gehört, weil es alle andern auch so machen, vielleicht auch, weil ich nicht weiss, was ich sonst tun soll. Deshalb war ich wohl auch nie ein überaus guter Schüler. Ich wollte es auch gar nie sein – wozu auch? Seit Kurzem gibt es aber einen Grund, gerne zur Schule zu gehen. Wenn ich nämlich Glück habe, dann treffe ich dich irgendwo auf dem Weg ins Schulzimmer auf dem Flur. Dieser kurze Blick, ein schwach angedeutetes Lächeln und diese Sekunde des Glücksgefühls, das ist es, warum ich jeden Morgen aufstehe. Das ist es, was meinem Trostlosen Leben einen Sinn gibt. Ich weiss deinen Namen, ja, ich weiss sogar wo du wohnst. Wann immer ich kann, beobachte ich dich. Ich versuche dir nah zu sein, obwohl ich es nicht bin, versuche immer mehr über dich herauszufinden, obwohl du mich nicht einmal kennst. Kenne ich dich denn? Kann man jemanden kennen, wenn man noch nie mit ihm gesprochen hat?
Du bist so unnahbar und trotzdem immer da. Du bist da, wo ich bin, bist immer um mich herum und doch so fern. Wie soll ich dich erreichen? Meine Freunde haben gesagt, dass du einen Freund hast, doch wo ist er? Ist er für dich da? Beobachtet er dich auch so liebevoll wie ich dich? Kann er dir geben, was ich dir zu geben bereit bin?
Schon wieder eine schlechte Note in Mathe… Was für ein doofer Tag! Der Himmel weint, meine Freunde sprechen wieder einmal nur darüber, welche Eroberungen sie am Wochenende gemacht haben. Ich sitze einfach da und schweige. Mit aufgestütztem Kopf schaue ich aus dem Fenster, betrachte die Regentropfen, wie sie langsam und gleichmässig vom Himmel fallen. An der Tafel steht irgendein Lehrer, redet über belanglosen Kram, den ich schon gar nicht mehr höre. Es klingelt, doch ich höre es nicht. Ich realisiere es erst, als die anderen aus dem Raum stürmen. Langsam und ohne jegliche Hast packe ich meine Sachen zusammen, merke, dass ich mir schon wieder keine Notizen gemacht habe, obwohl ich es mir doch vorgenommen hatte. Den Rucksack hänge ich mir über die linke Schulter und schlendere zur Tür. Im Gang tummeln sich die Schüler, alle wollen sich ins neue Schulzimmer begeben. Ich warte geduldig, bis ich mich dann doch in die Menge dränge. Von allen Seiten drängen sich andere Schüler an mich, Schüler aus den Parallelklassen, viele verschiedene Gesichter strömen an mir vorbei, ohne dass ich danach sagen könnte, wer es gewesen ist. Doch da, inmitten der Menge erblicke ich eine kleine Lücke. Dort, dort stehst du, deine Schönheit strahlt mir geradezu entgegen. Die Zeit scheint stehen zu bleiben, wie in Zeitlupe bewege ich mich gemächlich weiter, immer näher zu dir, kann den Blick nicht von dir lassen. Du beachtest mich nicht, schaust geradeaus, in Gedanken bist du wohl schon in der nächsten Lektion. Ich starre dich an, bewundere dich, möchte dich am liebsten in meine Arme nehmen. Nun sind wir auf gleicher Höhe. Graziös wirfst du dein langes Haar zurück, schwebst weiter. Ganz langsam drehst du den Kopf zu mir um, deutest ein schwaches Lächeln an, dann wendest du dich wieder ab. Mir wird ganz warm, ich fühle mich, als wenn ich schweben würde. Da ist es wieder, dieses Gefühl von Glück, dass mich alles um mich herum vergessen lässt. Da sind sie wieder, meine Gefühle für dich.
Ich stehe hier und warte auf dich. Manchmal denke ich wirklich, du wirst nicht mehr kommen, kannst nicht mehr wollen – ich weiss es nicht. Du fehlst mir, das sage ich dir. Ich warte hier und warte noch immer, der Schmerz wird nur schlimmer und schlimmer. Hast du mich vergessen oder nicht erinnern wollen? Du müsstest nur wollen… Was du mir bedeutest werde ich für dich niemals sein, unsere “Liebe” ist und war von Anfang an nur Schein.Der Wind fährt mir eisig kalt durchs Haar. Ich warte und stehe bald im Regen – was kann ich dir noch geben? Mein Herz hast du genommen, meine ganze Liebe gewonnen. Doch wie gewonnen, so zerronnen. Was ich mir von dir erhoffe wirst du einer anderen geben. Nur mit ihr kannst du leben, ihr kannst du geben was ich mir von dir wünschte.
Warten, Warten auf dich… Ich weiss, dass du nicht kommen wirst, dass du nicht verliebt in mich bist. Doch die Hoffnung lässt nicht nach, liegen alle meine Nerven auch nur so brach. Brach, wie das Feld, nachdem die saftigen Früchte geerntet wurden und der Bauer keinerlei Interesse mehr daran zeigt. Alle logischen Überlegungen kommen nicht gegen mein Herz an, auch wenn sich dessen Kraft zu Ende neigt.. Zu stark sind die Gefühle für dich. Ich werde hier warten, noch lange warten, bis die Hoffnung erlischt. Doch das kann dauern… Irgendwo wirst du wieder lauern. Ganz unverhofft werden unsere Wege sich erneut kreuzen, sobald ich dich aus meinen Gedanken zu verbannen vermochte. Egal wie sehr ich innerlich auch kochte, bei deinem Anblick wurden all die so verhassten Gefühle wieder wach. Jedes Mal, trotz allen Versuchen, werd ich wieder schwach.
Die Hoffnungen werden wieder deutlicher, immer häufiger, häufen sich, kumulieren, addieren und multiplizieren sich bis sie mich zu erdrücken scheinen, bis ich fast glaube, vor Freude zu weinen doch auch das ist nur Trug. Kurz vor der grösstmöglichen Steigerung der Hoffnungen wirst du es wieder herbeiführen, mich zur Verliererin küren, mit einer einzigen Bemerkung, ohne es zu merken, ohne es zu wollen aber jedes Mal mit Schmerzen, als hätt ich tausend Herzen! Aber nein, ich hab nur das eine, das ist das meine. Trotzdem quälst du es – ich habs dir gegeben! Was tust du damit? Du streichelst es, damit du es danach treten und wegwerfen kannst. Damit du kurz darauf wieder meine Blicke bannst, mir mein Herz erneut rauben kannst und die Pein von neuem beginnt.
Warten, warten auf dich… Noch immer warte ich, obwohl ich weiss, dass es sinnlos ist…