garten der erkenntnis

Juli 14, 2009

wolkenZusammen mit einem Eis am Stiel, das ich aus meinem Gefrierfach entwende, gehe ich nach draussen in den Garten. Es ist Mittag, am Himmel hat es viele Wolken, sodass es zwar ziemlich warm aber nicht brennend heiss ist.

Ich suche mir einen schönen Platz und lasse mich ins Gras fallen. Meine Lungen füllen sich mit dem Duft der Freiheit und ich lege mich sanft ins weiche Gras. Genüsslich knabbere ich am Schokoladenüberzug meines Eises und sehe den Wolken zu, wie sie langsam über mich hinweg wandern. Die Sonne wärmt meinen bleichen Körper, ich höre die Vögel zwitschern und spüre das Gras unter meiner Haut. Am liebsten würde ich die Augen schliessen und noch lange von diesem Moment, von diesem Gefühl träumen.bellis perennis

Es sind seltene Momente der Freiheit und Gelassenheit wie diese, die ich so gut es geht auszukosten versuche. Das Leben ist viel zu kurz, als dass man sich dieses Gefühl entgehen lassen könnte. Es gibt so viele Dinge, die mich belasten. Es gibt vieles, das ich bereue, obwohl ich mir nicht auszumalen wage, was gewesen wäre, wenn die Dinge anders verlaufen wären. Trotzdem bin ich froh, heute hier zu sein. Die Dinge, die für mich nicht stimmen, kann ich noch zu ändern versuchen. Ich bin jung und voller Energie, das Potenzial noch so gross. Jeden Moment will ich geniessen, keine Sekunde verpassen, jeden Augenblick leben – solange ich noch kann, denn jeder ist seines Glücks eigener Schmied.


if only

Juni 25, 2009

if only she’d never asked me that question
i can’t think of anything else
and if i do, im sure it will catch up again soon
can’t stop it, even if i’d wish to
it’s there, always and everywhere
it follows me
it bullies me
will never let go of my soul, my thoughts, my innocent heart
i’d wish to be a stronger person so i wouldn’t have to care about what others think or say
but i’m not
i know i’m not

wish you were here
but i know you can’t help it cause you don’t understand
you wouldn’t if i told you
but i’m not able to tell you anyway cause it’s a shame
it’s a shame to care about things like that
to care about a simple question

maybe if she hadn’t asked me that question, i’d one day come to it myself
and if so, i had no one to blame


message of the day

Mai 6, 2009

who needs facebook?

i’ve got real life and i bloody love it


to the moon and back

Mai 6, 2009

hello world, it’s me. i’m back again.

back from the moon. have fallen down, hard landing.

now watching the stars from below again. still as beautiful as they’ve always been.

some things change, others never will.


BACK HOME

August 20, 2008

Um auszudrücken, wie froh ich bin, heute munter zu Hause angekommen zu sein, fehlen mir einfach die Worte. Ich kann nicht beschreiben, wie sehr es mich traf, als ich gerade wieder hier war und in den Nachrichten von dem Flugzeugunglück in Madrid las. Sofort schoss mir der Gedanke durch den Kopf, dass das auch mit meinem Flugzeug hätte passieren können. Der gleiche Tag, ein anderer Ort, eine andere Fluggesellschaft.

Schicksal? Zufall? Fügung?

Schade, dass es immer so traurige Ereignisse sind, die uns dazu bringen, die alltäglichen Dinge wieder deutlicher wahrzunehmen und für jede Minute des Glücks, das uns bewusst – oder meist unbewusst – widerfährt, dankbar zu sein.


TRÄUME

August 3, 2008

Wenn man sich etwas wünscht, muss man dafür kämpfen. Die Fälle, indenen uns das, was wir wirklich wollen, einfach so zufliegt, sind äusserst selten. Wenn wir Entscheidungen treffen, sind die einfachen Entscheidungen oftmals die falschen. Manchmal müssen wir einfach über unseren Schatten springen und dafür kämpfen, wovon wir träumen – mag der Weg noch so steinig sein.


Die Welt ist nicht genug

Juni 30, 2008

Ich will. Du willst auch. Wir alle wollen.

Hier in der westlichen Welt könnten die meisten Menschen von sich behaupten, reich zu sein. Doch fühlen wir und so? Wir können uns Nahrungsmittel leisten, auf die wir gerade Lust haben. Wir können uns einen neuen Fernseher kaufen, wenn wir den EM-Ball auch vom Sofa aus noch haarscharf erkennen wollen. Wir kaufen uns neue Kleider, um mit der Mode mitziehen zu können, obwohl unser Kleiderschrank eigentlich voll wäre.

Warum wollen wir immer mehr? Immer noch mehr? Wir leben in dem Glauben, solche Dinge könnten uns glücklich machen. Das ist vielleicht kurzfristig sogar der Fall, aber langfristig wird man vielmehr unzufrieden. Man will immer noch mehr, was irgendwann problematisch wird und zur Unzufriedenheit führt.


Ordnung schaffen

Mai 20, 2008

Unglaublich aber wahr: Wenn man sich endlich einmal die Zeit nimmt, bei sich zu Hause Ordnung zu schaffen, aufzuräumen, alte Sachen auszumisten etc., fühlt man sich anschliessend wie ein neuer Mensch. Es ist, als hätte man ein bisschen mehr Ordnung in das eigene, unordentliche Leben gebracht, als hätte man alles unter Kontrolle.


Die Suche nach Glück

Mai 2, 2008

Früher oder später, so behaupte ich, stellt sich jeder Mensch einmal die Frage nach dem Sinn des Lebens. Bin ich hier, um meine Gene zu verbreiten? Ist es meine Bestimmung, die Welt zu verbessern? Kann ich überhaupt etwas verändern? Fragen über Fragen stellen sich dem kleinen Wesen, das sich auf der Welt ein zu Hause, ein Umfeld aufbaut. Doch wie viele Menschen kommen wirklich zu einem Resultat? Das Problem hierbei ist wohl auch, dass, so betrachte ich das zumindest, jeder Mensch für sich selbst seinem Leben einen Sinn geben muss. Es ist meiner Meinung nach nicht so einfach, dass wir für alle einen ultimativen Sinn entwerfen können. Im Folgenden möchte ich versuchen, meine persönlichen Gedanken zu diesem Thema widerzugeben. Vielleicht sind andere ebenfalls zu einem ähnlichen Schluss gekommen.

Den Sinn des Lebens sieht meine Wenigkeit darin, dass jeder Mensch mit sich selbst ins Reine kommt. Wenn wir unsere Stärken erkennen und betonen, gleichzeitig aber auch unsere Schwächen erkennen und akzeptieren, führt das schon einmal dazu, dass wir uns selbst ganz anders wahrnehmen. Wir beginnen uns auf die guten Dinge zu konzentrieren, auch wenn das nicht immer möglich sein wird. Aber die schlechten Dinge geraten in den Hintergrund, da sie keine Rolle zu spielen scheinen, wenn wir uns über das Gute freuen und das Schlechte hinnehmen.

Ein weiterer, wichtiger Punkt ist wohl, dass wir uns darüber im Klaren sind, was wir in unserem Leben eigentlich erreichen wollen. Ist es genug, eine Familie zu gründen, seine Frau über alles zu lieben, ihr treu zu sein bis dass der Tod uns scheidet, Kinder grosszuziehen und sie ebenso zu lieben, ihnen ein geborgenes Umfeld zu bieten, dafür zu sorgen, dass sie es uns gleich tun und ein ebenso gerechtes, bürgerliches Leben führen? Oder wollen wir vielmehr die Welt verändern? Wollen wir die Menschen erziehen, ihnen die Augen öffnen, Einfluss im Weltgeschehen nehmen? Oder reicht es uns, wenn wir eine politische Karriere hinlegen können, oder mithilfe einer eigenen Firma zu Ruhm und Ansehen gelangen? Oder geben wir uns eben doch zufrieden, wenn wir ein Lebenskünstler sein können, der sich nur so durchs Leben schlängelt, heute diese Frau hat, morgen die andere, dann und wann mal wieder die Ortschaft wechselt und mehr oder weniger im ganzen Land herumkommt, wobei er aber abends, wenn er einschläft, niemals weiss, was ihn am nächsten Tag erwarten wird? Man kann die Erfüllung auch in der Liebe suchen, indem wir Liebe schenken, sei es unserem Partner, sei es unseren Freunden, sei es Hungernden in Afrika oder den Waisenkindern im Heim, wobei wir hoffen, ebenso Liebe zurückzubekommen. Es gibt tausende Möglichkeiten, wie wir unserem Leben einen Sinn geben können. Die Kunst ist es, den auf uns zugeschnittenen Lebenstraum zu finden, der sich dann auch erfüllen lässt und uns zum glücklichsten Menschen der Welt macht.

Egal, wofür wir uns entscheiden. Wichtig ist, dass wir jederzeit dahinterstehen können, dass es uns erfüllt und dass es für uns gut ist, wie es ist. Was die anderen, vielleicht falsche Freunde, darüber denken, soll uns nicht von unseren Vorstellungen und Träumen abhalten.


Gerechtigkeit

März 6, 2008

In der Jugend meinen wir, das Geringste, was die Menschen uns gewähren können, sei Gerechtigkeit. Im Alter erfahren wir, dass es das Höchste ist.

Ebner-Eschenbach

Manchmal frage ich mich wirklich, ob die Welt, das Leben, unser ganzes Dasein gerecht ist. Wieso wird die eine Seele (wenn man Körper und Seele als zwei voneinander unabhängige Dinge betrachtet) in der Gestalt eines Menschen aus der Dritten Welt geboren, der sein ganzes Leben lang in Armut verbringen wird, wohingegen die andere Seele als Mensch der industrialisierten Welt geboren wird, der über Aufstiegschancen verfügt oder gar einer Familie angehört, in deren Besitz sich eine Grossfirma besitzt, die an ihn weitervererbt werden wird.
Wieso sind die einen Menschen scheinbar problemlos mit Liebe gesegnet, während andere lange danach suchen müssen? Wieso werden gewisse Personen andauernd verletzt, während andere ein Leben auf der Sonnenseite zu führen scheinen?

Dafür gibt es wohl verschiedene Erklärungsmöglichkeiten. Unter Umständen betrachten wir die Menschen der Dritten Welt oder wen auch immer als benachteiligt, obwohl sie im Grunde ein glücklicheres Leben führen, als wir es tun, da sie nämlich mit dem, was sie haben, zufrieden sind und darin sogar ihr Glück finden.
Jene, die an Wiedergeburt glauben, könnten unser derzeitiges Leben auch als Strafe für ein vorhergegangenes Sein betrachten. Falls wir im letzten Leben gesündigt haben, könnten wir vielleicht jetzt dafür bestraft werden?