Wir lassen Dinge über uns ergehen, die uns verletzen, kränken, beleidigen, erniedrigen. Wir lassen es zu, da wir denken oder hoffen, es mögen doch bessere Zeiten kommen. Es möge bei einem einmaligen Vorfall bleiben. Doch dem ist nicht immer so. Manchmal zieht sich das weiter, immer weiter, wie ein Teufelskreis, weil nie aus- oder angesprochen, immer weiter. Unmut staut sich an bis zum Unerträglichen; bis zum Zeitpunkt, andem uns die Augen aufgehen, dem Zeitpunkt, wenn wir nicht mehr länger schweigen können. Wir müssen herausschreien, was uns im tiefsten Herzen schmerzt.
Manchmal kann ein kleiner Streit, ein unüberlegter Vorwurf unser ganzes Leben auf einen Schlag ändern. Sie sagt etwas, Er versteht etwas anderes oder deutet es einfach nur auf seine Art und Weise und fertig ist das Missverständnis. Dieses kann, erst einmal ins Rollen gebracht, eine Beziehung zerstören. Sie versucht ihm zu zeigen, was sie will, was Sie braucht ond was Sie sich erhofft. Sie sagt, Sie wolle ihn nicht mehr, um Ihm klar zu machen, dass Sie nicht selbstverständlich ist in seinem Leben. Nein, Sie ist nicht selbstverständlich! Sie will anerkannt werden, Sie will nichts weiter als ein bisschen Anerkennung. Sie will, dass Er ihr zeigt, dass ihm etwas an ihr liegt, dass er Sie schätzt und um Sie kämpft. So wie Sie sich um ihn bemüht, soll auch Er sich ab und zu um sie bemühen. Er nimmt sie aber ernst und denkt, Sie wolle ihn wirklich nicht mehr. Er versteht den Wink mit der Strassenlaterne einfach nicht. So stösst Sie ihn, indem Sie versucht, ihm zu zeigen, was sie sich wünscht, immer weiter von sich weg. Dabei wäre es so einfach: Sie müsste nur sagen, was Sie zeigen will. Aber das will Sie nicht, nein! Er soll doch einfach einmal nachdenken. Er soll sich in Sie hineindenken, Sie zu verstehen versuchen!
Frauen und Männer denken nicht auf die gleiche Art und Weise. Sogar Neurologen haben das jetzt naturwissenschaftlich logischer Basis beweisen können. In den beiden Hirnen sind diverse Zentren anders verknüpft und nicht für die gleichen Aufgaben zuständig. So müssen wir also akzeptieren, dass Frauen nie wie Männer und Männer nie wie Frauen denken werden oder können. Auch hier lautet das Zauberwort oder besser die Zauberworte Toleranz und Offenheit. Wenn man tolerant ist für die Fehler des Gegenübers und offen zugeben mag, wie man sich fühlt und was man über die andere Person denkt, können viele Missverständnise verhindert werden.
Verfasst von philopanterin
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