ein Werk von Theodor Fontane
Ein wunderschönes, aussagekräftiges Werk, das darstellt, wie die eigentlich erfüllte Liebesbeziehung des Adeligen Bothos und der Plättlerin Lene zu Fall kommt, nachdem die Gesellschaft eine solche Beziehung nicht hinnehmen kann oder will.
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass für Botho die Hoffnung eine wichtige Rolle spielt, während Lene an der Realität festzuhalten versucht, um ein böses Erwachen zu vermeiden. In ihrer Bildung und somit ebenfalls in ihrem sozialen Stand unterscheiden sie sich grundlegend, was zum Teil ein Problem für die Beziehung darstellt. Die Gesellschaft erlaubt diese unstandesgemässe Liebesbeziehung nicht, obwohl es scheint, dass die beiden für einander geschaffen wären. Ganz schön werden auch die Motive des bürgerlichen Realismus betont, so zum Beispiel die Menschlichkeit, die in dieser Gesellschaft verloren gegangen scheint.
Dieses Werk versucht, an die Gefühle des Lesers zu appellieren und uns klar zu machen, dass eine solche Gesellschaft, die das absolute Liebesglück nicht ermöglicht, unmenschlich erscheint und nach einer Veränderung schreit.



