hint

November 9, 2009

sweetheart, love me, really do! – or let it be
but, honey, don’t you dare playing with me.


die zerbrechlichkeit des moments

Oktober 25, 2009

Am Freitag wurde mir einmal mehr klar, wie wertvoll jeder einzelne Moment ist und wie schnell doch plötzlich alles vorüber sein kann oder könnte.
Mit grossen Plänen für das Wochenende und reichlichem Gepäck (Lektüre für den langen Weg und eine kleine Überraschung für einen lieben Menschen in meinem Leben) schwang ich mich auf mein noch immer ziemlich neues Rad. Kurz vor dem Bahnhof wurde ich dann, während ich mich im Kreisverkehr befand, achtlos von einem älteren Herrn von der Seite angefahren, landete erst auf dessen Haube und anschliessend hart auf dem nassen Boden. Ich sehe die Szene immer wieder vor Augen und kann von Glück reden, dass ich –wie üblich- meinen Helm aufhatte und -abgesehen von ein paar Kratzern- wohlauf bin.
Obwohl dieser Mann ganz offensichtlich eine (oder wenn man es genau nehmen will: wohl mehr als eine) kriminelle Handlung vollbracht hat, brachte er nicht einmal eine Entschuldigung hervor!
Ich mag gar nicht weiter auf die Details eingehen und will eigentlich auf eine andere Konklusion hinaus. Einerseits sollte man sich dessen bewusst sein, dass Unfälle nicht nur durch das eigene sondern oft auch durch Fremdverschuldung zustande kommen können. Auch wenn man sich korrekt verhält, kann es immer zu unangenehmen Zwischenfällen kommen.
Andererseits kam mir dann etwas später ein bedrückender Gedanke. Als ich nämlich wieder zu Hause war, habe ich mir überlegt, was gewesen wäre, wenn ich schwer verletzt worden wäre und nicht nur mit ein paar Schrammen und einem Schock davongekommen wäre. Es gibt viele Menschen, die mir am Herzen liegen und die doch nicht in regelmässigem Kontakt zu mir stehen. Die ganzen Beziehungen beruhen oftmals vielmehr auf Spontaneität. Wie viele Menschen hätten wohl nie davon erfahren? Wie viele Menschen hätten sich darüber gewundert oder gar geärgert, dass ich mich plötzlich nicht mehr gemeldet hätte?


fabel

Oktober 20, 2009

Der Waschbär wollte vom kleinen schwarzen Baum in die Kunst der Liebe eingeführt werden. Der kleine schwarze Baum erklärte, dass das Phänomen ganz einfach und doch sehr komplex sei. Er sprach:

„Kleiner Waschbär, niemals wird dich etwas so traurig stimmen wie die Liebe. Sie wird dich quälen und dir Schmerzen zufügen, wie du sie zuvor nie kanntest. Deshalb bedenke gut, wem du deine Liebe schenken magst. Zugleich wird es aber niemals etwas Vergleichbares geben, dass dich so glücklich stimmen kann, wie es die Liebe zu tun vermag.“


lost in the fish bowl

September 30, 2009

Pink Floyd were right:

„We’re just two lost souls swimming in a fish bowl, year after year,
Running over the same old ground.
What have we found? The same old fears.
Wish you were here.“

Wir irren umher, treffen immer wieder auf die gleichen Ängste und Sorgen, wenn auch immer in neuer Form und Ausgestaltung. Des einen Aquarium mag vielleicht etwas grösser sein als das des Nachbarn, aber schlussendlich sind uns allen Grenzen gesetzt.


on babies

September 29, 2009

Manche Paare wünschen sich sehnlichst Nachwuchs, bleiben aber dennoch auf ewig kinderlos. Ich kann jedes Paar verstehen, dass gemeinsam Kinder haben möchte und dessen grösster Wunsch es ist, eine Familie zu gründen. Trotzdem erstaunt es mich, wie oft heute auf künstliche Befruchtungen oder fertilitätssteigernde Massnahmen zurückgegriffen wird. Ich für meinen Teil -auch wenn ich mich noch nicht gross mit dem Thema Kinderbekommen auseinandergesetzt habe- würde, wenn ich auf natürlichem Wege keinen Nachwuchs bekommen könnte, schlichtweg darauf verzichten (müssen). In einem solchen Falle bin wäre ich davon überzeugt, dass es einen Grund gibt, wieso mir das verwehrt bliebe und würde die Gesetze der Natur so hinnehmen. Unser Körper -die Natur- hat seine eigenen Gesetze, die wir vielleicht nicht immer auf Anhieb verstehen, aber, wie ich finde, so akzeptieren sollten.

Mir ist durchaus klar, dass es schon Beziehungen gegeben hat, die aufgrund der Kinderlosigkeit scheiterten und eventuell durch eine künstliche Befruchtung hätten gerettet werden können. Aber dennoch sehe ich es als negative Entwicklung, wenn es beispielsweise aufgrund der künstlichen Befruchtungen immer mehr Zwillinge gibt. In der Natur ist und bleibt das eine Ausnahme, was mit Sicherheit auch seine guten Gründe hat.


on animals

September 22, 2009

Wir Menschen nehmen uns oft das Recht, Tiere in Gefangenschaft zu halten. In Zoos werden Wildtiere gehalten, um sie den Menschen zu präsentieren oder sie vor dem Aussterben zu schützen. Dazu kommen dann noch die Zirkustiere, die zur Belustigung des Publikums gehalten werden und – wie man herausgefunden hat – oftmals unter den schlimmsten Bedingungen gehalten werden. Nicht zu vergessen sind in der Aufzählung natürlich auch die Haustiere. Für viele Menschen stellt das Haustier einen wichtigen Freund und steten Begleiter dar. Tiere fungieren oft als geduldige Zuhörer, sanfte Tröster und treue Freunde. Früher oder später stellt sich die Frage, ob es nicht unrecht ist, ein Tier seiner (natürlichen) Freiheit zu berauben.

Auf der einen Seite steht natürlich das Argument der Geborgenheit – sofern man davon ausgeht, dass die betreffenden Tiere grundsätzlich artgerecht gehalten werden und ein glückliches Leben führen können. In Gefangenschaft werden die Tiere vor ansteckenden Krankheiten geschützt, erfahren sorgsame Pflege und Fütterung, so dass die Lebenserwartung oftmals höher ist als jene in freier Wildbahn. Dazu kommt auch die Frage, ob das betreffende Tier vermissen kann, was es nicht kennt. Wenn ein Elefant zum Beispiel bereits im Zoo geboren wird, hat er die freie Wildbahn, die grosse Ferne, die endlose Weite der Welt nie kennenlernen können und was man nicht kennt, kann man bekanntlich auch nicht vermissen.

Auf der anderen Seite muss man sich eben doch fragen, was Menschen das Recht gibt, den Tieren die Freiheit vorzuenthalten. Uns Menschen steht sie -in den Menschenrechten verankert- vollumfänglich zu. Schränkt man die Freiheit eines Mitmenschen beträchtlich ein, macht man sich strafbar. Nicht zu vergessen ist auch die Tatsache, dass Tiere in Gefangenschaft kein normales Sozialleben aufbauen können. Teilweise werden Tiere nur in Paaren gehalten oder im schlimmsten Fall sogar alleine. Natürlicher Weise können sie, wie wir Menschen auch, Kontakte knüpfen, Reviere besetzen und neue Gebiete erobern. All das und ein grosser Teil des freien Willens gehen bei der Haltung in Gefangenschaft verloren.

Je nach dem, was die Motivation für die Tierhaltung ist (sei es zum Beispiel das Verhindern des Aussterbens einer Art), lassen sich die Mittel über den Zweck heiligen. Dies scheint aber nur in einer Minderheit der Fälle zuzutreffen.


la vitesse

September 15, 2009

Wenn wir ehrlich sind, müssen wir wohl zugeben, dass wir alle eine mehr oder weniger stark ausgeprägte Leidenschaft für hohe Geschwindigkeiten hegen. Manche werden immer wieder für Geschwindigkeitsüberschreitungen gebüsst, andere toben sich auf Rennstrecken aus. Zugegeben, auch ich gehöre zu den Rasern – zu den Fahrrad- und Inlineskatesrasern! Im Auto hinter dem Steuer sitzend halte ich mich grundsätzlich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen – wie es sich eben gehört. Die deutsche Autobahn, auf der man teilweise so schnell fahren darf, wie man möchte, hat für mich keinen Reiz und manchmal fürchte ich mich sogar, weil ich genau weiss, dass ich (oder der Fahrer) das Automobil bei den hohen Geschwindigkeiten nur noch beschränkt unter Kontrolle habe.

Wenn ich dann aber mein nicht allzu aerodynamisches Fahrrad besteige, liebe ich es, alles zu geben. Dann kann es mir manchmal einfach nicht schnell genug gehen. Dazu kommt dann auch noch die befriedigende Tatsache, dass die Geschwindigkeit ganz allein durch meine Muskelkraft erreicht wird! Zudem ist das Tempo, das ich so erreiche, im überschaubaren Rahmen, sodass es mir weniger gefährlich erscheint, obwohl das Rad natürlich weniger Schutz bietet. Trotzdem, den Fuss aufs Gaspedal setzen kann ja wohl jeder. So richtig in die Pedalen zu treten ist hingegen nicht jedermanns Sache.

Auch wenn ich noch lange nicht (und wahrscheinlich niemals) zu den Spitzensportlerinnen gehöre, geniesse ich es dennoch, mich draussen auszutoben und ab und zu langsamere Radfahrer zu überholen oder mich von den Radrennfahrern überholen zu lassen – und das alles ganz ohne schnurrenden Motor und rauchenden Auspuff.


nur fliegen ist schöner

September 15, 2009

Philopanterin war für 2 Tage im Europapark Rust. Im Parkareal gibt es 4-Sterne-Hotels die zu verschiedenen Themen wunderbar hergerichtet wurden und damit die Besucher in andere Zeiten oder an andere Orte versetzen. Das Ambiente ist einmalig und das Frühstücksbuffet einfach riesig! Es lohnt sich also, wie ich finde, für eine Nacht dort zu bleiben – besonders, wenn man möglichst alle Attraktionen des Parks geniessen können möchte.

Freizeitparks und Achterbahnen sind nach wie vor beliebt. Das Angebot steigert sich von langsamen Gondeln die durch sorgfältig dekorierte Kulissen wandern über Schaukelschiffe, rennwagenimitierende Achterbahnen bis hin zu Flugzeugsimulatoren, die in 2.7 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen, Loopings schlagen und dabei stets den Puls des Besuchers messen. Natürlich haben die neusten Angebote, die meistens auch die schnellsten und verrücktesten Stunts bieten einen gewissen Reiz. Trotzdem finde ich aber, dass das Schaukelschiff, welches vergleichsweise langweilig scheint, für mich seinen Reiz nicht so schnell verlieren wird. Einerseits muss man sich dort nicht lange anstellen (wohingegen die Wartezeit bei den neueren Attraktionen locker bis zu 90 Minuten betragen kann!) und langweilig ist die Fahrt keineswegs. Beim Hoch- und Runterschaukeln erreicht man immer wieder den Punkt der kurzen Schwerelosigkeit, wobei sich ein angenehmes Kribbeln im Bauch einstellt. Dieses erinnert mich jeweils an das Gefühl des Verliebtseins und automatisch macht sich in meinem Gesicht ein Lächeln breit.


an unspoken truth

September 11, 2009

gefühle
ob ich suche oder gar wühle
sie sind überall -
selbst im all!

wir alle empfinden,
auch wenn wir uns winden
wir können es nicht unterdrücken
gefühle, die entzücken!

warum reden wir nicht darüber?
bald ist unser leben vorüber!

was geschieht dann mit denn ungesprochnen wörtern?
dasselbe wie mit unseren körpern?
ja, wohl wahr, sie zerfallen
doch lassen wir uns das gefallen?

öfter sollten wir sie aussprechen
wir können uns dabei nicht mal die zunge brechen

wenn wir uns hüten,
werden andere wüten
werden schneller sein
diese wahrheit ist nicht nur schein!

manche können gedanken lesen

wünsche aus den augen erahnen
solch wunderbare wesen

sie sind auch unter unseren ahnen

sprecht euch aus
lasst die gefühle raus
die wenigsten können sie erahnen
muss man euch denn wirklich immer ermahnen?
es könnte bald zu spät sein
das risiko begleitet jegliches sein

ich gehe mit gutem beispiel voran
löse mich aus meinem bann
sage dir direkt
in meinem individuellen dialekt:
schatz ich liebe dich,
bitte nimm nur mich!

oft wird diese weisheit von nutzen sein
jetzt ist sie auch dein!
manchmal kann sie dich enttarnen,
davor will ich dich warnen.

probier es aus!
lass es raus!
was kannst du denn verlieren?
ehrlichkeit und offenheit werden dich zieren!


spuren der zeit

September 11, 2009

Es ist nun sieben Jahre her, seit ich das letzte Mal hier an diesem Fluss stand. Der Zufall –oder vielmehr der Wille meiner Grosseltern- hat mich nun wieder hierher gebracht. Langsam steige ich über die Steine hinunter zum Wasser und bade dort meine warmen Hände im kühlen Nass. Ich schätze das Wasser auf höchstens 10°C. Mit wehmütigem Blick sehe ich mich um – weit und breit niemand zu sehen. Liegt wohl daran, dass die Ferienzeit vorbei ist und sich im Land bereits der Herbst breit macht. Ich erinnere mich daran zurück, wie ich hier, genau an dieser Stelle in jüngeren Jahren mit Freunden gebadet hatte. Es waren glückliche, unbeschwerte Jahre, die ich hier verbracht habe. Heute bin ich fast um ein Jahrzehnt älter und die Jahre haben mich verändert. Gerne würde ich dort zu diesem Haus hinauf gehen und klingeln, fragen, ob sie mich noch kennen und ein paar Worte wechseln. Aber das wäre wohl inadäquat oder einfach nur der falsche Zeitpunkt. Meine Finger graben sich in den feinen Sand, den ich in die Hände nehme. Langsam rinnt er zwischen den Fingern hindurch wieder zu Boden, Sandkorn um Sandkorn, rinnt hinweg, als wäre es die Zeit, die dahinfliesst.